Die Entführung des Serails

               
Bastei-Lübbe PB (1986), Lübbe TB (1992), Schneekluth HC (1996), Rowohlt TB (1998), 
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Liegt denn das Ungeheuerliche der Zeit darin, dass es sie überhaupt nicht gibt?

Im Jahr 1933 erbaute ein reicher Engländer das berühmte Opernhaus Glyndebourne nördlich von Brighton, wo sich auch heute noch einmal im Jahr eine erlesene Schar von Musikfreunden trifft, um ein Festival der Oper zu begehen.

Im Jahr 2134 – also 200 Jahre später – existiert die nach Klimawandel, Verlust der “Alten Werte” und dem Zusammenbruch des irdischen Magnetfeldes wieder auf den Stand von 1934 geschrumpfte Menschheit in einer riesigen vollautomatischen Versorgungsröhre, die die gesamte Erde umspannt. Hier leben alle wie in Quarantäne in individuell programmierten virtuellen Welten. Und doch steigen immer wieder Ranger von oben zur Erde herab. Sie haben den Auftrag, nach wirklichen Erlebnissen und Gefühlen su suchen: echter als echt – naturidentisch. Genau das wollen einzelne „Aussteiger“ ebenfalls.

Besonders interessant erscheint dabei das Reservat Britannien. Zwischen den weißen Klippen von Dover und dem Null-Medidan westlich von Glyndebourne machen sich kleine LARD-Gruppen und Sekten Konkurrenz um die sklurrilste britische Lebensform: Hegelianer, Uhrbauer, Neo-Normannen, Pecuniaten und Männer von Greenpeas: Und immer noch trifft man sich einmal im Jahr in Glyndebourne, wo sich zu den unsterblichen Klängen Mozarts das Schicksal der Menschheit entscheidet.

Pressestimmen:

„Der Science-fiction-Roman über eine neue, schöne Welt, welche die Gefühle der Menschen ins All entführen will, ist ein Klassiker der Gattung. Phantasievoll und einfallsreich packt Thomas R. P. Mielke Fortschrittsglauben und Zeitgeist in die Handlung eines futuristischen Thrillers und beleuchtet darin ironisch alte Menschheitsträume.“ TAGESANZEIGER Zürich

„Agenten in einer Mozart-Oper: Ins Jahr 2034, als Europa fast unbewohnbar ist, führt der raffinierte Science-fiction Roman.” NEUES DEUTSCHLAND

„In einem Umfeld des Mangels und der Zerstörung gruppiert die lebendig gebliebene Musik Mozarts die divergierenden Interessengruppen wie ein Magnetpol die Magnetspäne.” NEUE ZEITSCHRIFT FÜR MUSIK