Die Entführung des Serails

             

Bastei-Lübbe PB (1986), Lübbe TB, Schneekluth HC, Rowohlt TB, c) Alle Rechte beim Autor

Liegt denn das Ungeheuerliche der Zeit darin, dass es sie überhaupt nicht gibt?

Im Jahr 1933 erbaute ein reicher Engländer das berühmte Opernhaus Glyndebourne nördlich von Brighton, wo sich auch heute noch einmal im Jahr eine erlesene Schar von Musikfreunden trifft, um ein Festival der Oper zu begehen. Im 21. Jahrhundert ist ein Großteil der Menschheit nach dem Verlust der “Alten Werte” und dem Bankrott der Zivilisation in eine riesige mediale Intensivstation eingelagert, die in Form einer vollautomatischen Versorgungsröhre die gesamte Erde umspannt. Die wenigen Verbliebenen im Reservat Britannien haben sich in kleine LARD-Gruppen und Sekten aufgespalten: Hegelianer, Neo-Normannen, Pecuniaten und Männer von Greenpeas (weil Greenpeace die Benutzung des eigentlich gemeinten Namens seinerzeit schriftlich untersagt hat). Doch immer noch trifft man sich einmal im Jahr in Glyndebourne, wo sich zu den unsterblichen Klängen Mozarts das Schicksal der Menschheit entscheidet.

Pressestimmen:

„Der Science-fiction-Roman über eine neue, schöne Welt, welche die Gefühle der Menschen ins All entführen will, ist ein Klassiker der Gattung. Phantasievoll und einfallsreich packt Thomas R. P. Mielke Fortschrittsglauben und Zeitgeist in die Handlung eines futuristischen Thrillers und beleuchtet darin ironisch alte Menschheitsträume.“ TAGESANZEIGER Zürich

„Agenten in einer Mozart-Oper: Ins Jahr 2034, als Europa fast unbewohnbar ist, führt der raffinierte Science-fiction Roman.” NEUES DEUTSCHLAND

„In einem Umfeld des Mangels und der Zerstörung gruppiert die lebendig gebliebene Musik Mozarts die divergierenden Interessengruppen wie ein Magnetpol die Magnetspäne.” NEUE ZEITSCHRIFT FÜR MUSIK